Die Pikler-Pädagogik

Emmi Pikler war Kinderärztin und später die Leiterin eines Budapester Säuglingsheimes.

Sie erkannte und betonte, wie wichtig es ist, Kinder in ihren Tätigkeiten, Bedürfnissen und Signalen genau zu beobachten. Ihr ging es um eine achtsame Haltung dem Kind gegenüber und darum, die kindlichen Äußerungen zu verstehen und in einem Dialog adäquat zu erwidern.

Emmi Pikler verstand, dass jedes Kind sein eigenes Entwicklungs-Zeitmaß hat und sich entsprechend seinen Interessen folgend bewegt, lernt und spielt.

Dafür braucht es von den Erwachsenen:

- Die Geborgenheit in sicheren, stabilen Beziehungen.

- Eine Umgebung, die den Bedürfnissen und Bestrebungen des Kindes entspricht.

- Eine ungestörte Bewegungsentwicklung, eigenständiges Spiel und die Verknüpfung zwischen Bewegungs- und Spieltätigkeit.

 

„Jedes Kind braucht seinen Fähigkeiten entsprechend angemessenen Raum, allerdings immer groß genug, den nächsten Entwicklungsschritt zuzulassen.“ (Emmi Pikler)

Nach diesem Grundsatz von Emmi Pikler sind unsere Krippenräume eingerichtet und immer wieder veränderbar. Bekommen die Kinder die Möglichkeit, sich selbstständig und nach ihrem Tempo zu entwickeln, so können sie Autonomie, Individualität und ihre eigene Persönlichkeit entfalten.

 

Einer unserer Schwerpunkte liegt auf den Pflegesituationen. Diese werden - wenn möglich – immer von den jeweiligen Bezugserziehern und Bezugserzieherinnen durchgeführt. Wir pflegen einen aufmerksamen, achtsamen und respektvollen Umgang mit den Kindern. Dies ermöglicht den Kindern, eine nahe Beziehung und eine gute Bindung zu den Betreuern und Betreuerinnen aufzubauen. Unser Ziel ist es, dass sich die Kinder wohlfühlen, sich frei bewegen und entfalten können.