Integration/ Inklusion

 

Übersetzt bedeutet „Integration“ die Wiederherstellung eines Ganzen, einer Einheit und die Eingliederung in ein größeres Ganzes.

Unsere Kita ist eine integrative Einrichtung. Unser Verständnis von Integration umfasst bewusst die ganze Vielfalt an Kindern. Jedes Kind wird bei uns in seiner Individualität gesehen und in seiner Persönlichkeit respektiert. Wir nehmen jedes Kind ernst, indem wir es fordern und herausfordern, damit seine Ressourcen entdeckt und gelebt werden. In dieser Vielfalt gestalten wir unser Miteinander mit dem Schwerpunkt der Teilhabe eines jeden Kindes und einer ausgeprägten individuellen Erziehung, im Sinne zieldifferenten Lernens.

Ein Satz hat dabei unsere Arbeit stark geprägt: „Integration ist kein Gnadenakt, der großzügig gewährt oder auch rechtens verweigert werden könnte; sie ist eine humane und demokratische Verpflichtung, die alle angeht.“ (Prof. Wocken)

Integriert man Kinder, die - nach der bestehenden Definition - vorher nicht Teil des Ganzen waren, so widerspricht das der veränderten Sicht auf heutiges Leben und Lernen. Im Mittelpunkt steht für uns das Recht aller Kinder auf gemeinsame Erziehung und Bildung. „Inklusion“ ist somit die konsequente Weiterführung von Integration. Sie beginnt mit der Wahrnehmung von Unterschieden zwischen Menschen. Die Unterschiede zwischen Kindern bezüglich der Interessen, des Wissens, der Fähigkeiten, des familiären Hintergrunds, der Sprache, der Begabungen oder Beeinträchtigungen sind der Reichtum unserer Kita. Der Vielfalt der Kinder stehen somit eine Pädagogik der Vielfalt und die Vielfalt inklusiver Werte wie Teilhabe und Gleichberechtigung zur Seite.

Gleichzeitig geht es darum, Barrieren für das Spielen und Lernen für alle Kinder auf ein Minimum zu reduzieren. Jedem Kind und letztendlich jedem Menschen muss die Anteilnahme am (Alltags-)Geschehen möglich gemacht werden.

Nachhaltigkeit und Anerkennung von Vielfalt sind der Ausgangspunkt unseres Handelns auf allen Ebenen. Weg und Ziel in der Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern und im Team ist die Weiterentwicklung von Inklusion.

Unsere eigenen Erfahrungen zeigen, dass sich das Denken grundsätzlich verändert, wenn man an einer Stelle mit Inklusion beginnt. Damit verändert sich auch die Sicht auf weiter entfernte Dinge. Mit dieser Entwicklung befinden wir uns in guter Gesellschaft, denn weltweit geht der Weg der Reformen in Richtung Inklusion.

Ein inklusives Verständnis kann tiefgreifende Veränderungen dabei bewirken, was in Familien, Kindertagesstätten, Schulen, der Berufswelt – letztlich in unserer Gesellschaft passiert. Wir sehen Inklusion in unserem Haus als einen Aspekt von Inklusion in unserer Gesellschaft. Wir wünschen und unterstützen die Weiterentwicklung aller Kindertagesstätten zu Erziehungs- und Bildungsorten für alle Kinder. Und wir halten fest an unserer Vision von einer Gesellschaft, in der jeder Mensch sein Recht auf volle Teilhabe verwirklichen kann. Denn:

„Die größte Kraft der Menschen liegt in ihrer Vielfalt.“